Geschwächter Kader erringt einen Punkt in Großschweidnitz

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Geschwächter Kader erringt einen Punkt in Großschweidnitz

SC Großschweidnitz-Löbau – VfB Zittau 1:1 (0:1)

Tore:
0:1 Robert Barannikov (33.)
1:1 (64.)

Schiedsrichter: Victor Tzschoch
Zuschauer: 60 (davon ca. 10 VfB-Fans)

Wechsel:
14. Minute: Elias Teuber für Erik Zuiev (Schulterverletzung)

Aufstellung:
Dobrichovsky – Asante-Boye, Zuiev, Netusil, Vollrath – Tresnak, Handschick – Kahlich, Jalloh – Papritz, Barannikov


Kämpferischer Auftritt wird mit Punkt belohnt

Mit einem stark ausgedünnten Kader – lediglich 12 Feldspieler und zwei Torhüter – reiste der VfB Zittau zum Auswärtsspiel nach Großschweidnitz. Die Marschroute war daher von Beginn an klar: kompakt stehen, defensiv stabil bleiben und dem Gegner möglichst wenig Räume anbieten.

Genau dieser Plan wurde konsequent umgesetzt. Die Gastgeber fanden kaum Lücken in der gut organisierten VfB-Defensive und mussten es überwiegend mit Fernschüssen versuchen (30., 35., 37.). Diese stellte jedoch kein Problem für VfB-Schlussmann Mirek Dobrichovsky dar, der mehrfach sicher zupackte (20., 25.).

Früh musste der VfB jedoch einen Rückschlag verkraften: Erik Zuiev verletzte sich an der Schulter (Ausrenkung) und musste bereits in der 14. Minute ausgewechselt werden. Für ihn kam Elias Teuber, der sich in ungewohnter Rolle als Feldspieler sehr ordentlich präsentierte und großen Anteil an der stabilen Defensivleistung hatte.

Effektiver VfB vor der Pause

Bis zur 33. Minute blieben klare Chancen auf beiden Seiten Mangelware – dann schlug der VfB eiskalt zu: Nach Vorarbeit von Finn Papritz schob Robert Barannikov den Ball sicher ins leere Tor zur überraschenden Führung.

Die Gastgeber reagierten sichtbar verärgert und erhöhten den Druck, doch Zittau verteidigte weiterhin diszipliniert. Kurz vor der Pause boten sich sogar Möglichkeiten zum 0:2: Barannikov hatte mehrfach die Chance, ebenso Papritz aus der Distanz, doch der zweite Treffer wollte nicht fallen (45.+3 bis 45.+6).

Ausgleich nach Druckphase

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst ausgeglichen, ehe Großschweidnitz mehr und mehr die Kontrolle übernahm. Zittau hielt kämpferisch dagegen, kam aber kaum noch zu Entlastung.

In der 63. Minute hatte der SC bereits den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte jedoch noch knapp. Eine Minute später war es dann soweit: Nach einer Unachtsamkeit in der VfB-Defensive fiel der verdiente Ausgleich zum 1:1 (64.). Torhüter Dobrichovsky war dabei chancenlos.

Defensive hält dem Druck stand

Im Anschluss drängten die Gastgeber auf den Sieg, doch der VfB verteidigte mit großem Einsatz. Ein Schuss der Hausherren klatschte ans Außennetz (70.), zudem rettete die Defensive mehrfach in höchster Not. In der 86. Minute verpasste Barannikov auf der Gegenseite per Kopf die mögliche Entscheidung.

Besonders bitter aus VfB-Sicht: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wurde ein Zittauer Spieler aus kurzer Distanz unabsichtlich im Gesicht getroffen, konnte jedoch nach kurzer Behandlung weiterspielen – eine faire Geste des Gegners rundete die Szene ab.

Fazit und Ausblick

Am Ende steht ein hochverdient erkämpfter Punkt unter schwierigen personellen Bedingungen. Der VfB bleibt damit auch in der Rückrunde ungeschlagen und zeigte erneut großen Teamgeist und enorme Moral.

Trainer Robert Simon zeigte sich nach Abpfiff entsprechend zufrieden und zog vor der gesamten Mannschaft den Hut.

Nun wartet jedoch die nächste schwere Aufgabe: Am kommenden Wochenende geht es zum formstarken FSV Kemnitz. Dort soll die Serie fortgesetzt und die 1:3-Niederlage aus dem Heimspiel wettgemacht werden.

Auf geht’s, Jungs – weiter stabil stehen! Wir sind dabei!


gez. K. Dutschke