SV Kittlitz/Boxberg – VfB Zittau 2:3 (1:2)
Spieltag: 25.10., 14:00 Uhr
Spielort: Kreba-Neuendorf (Ausweichplatz des SV Kittlitz/Boxberg)
Schiedsrichter: Kevin Ackermann
Zuschauer: 47, davon 8 VfB-Fans
Torfolge:
- 0:1 K. Netusil (1. Minute)
- 1:1 (5. Minute)
- 1:2 J. Frankiewicz (6. Minute)
- 1:3 F. Papritz (73. Minute)
- 2:3 (90.+4 Minute, Elfmeter)
Gelbe Karten: J. Frankiewicz, R. Vollrath
Auswechslungen:
- 46. Minute: P. Maretschak für T. L. Lemberg
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- Minute: A. Cerwinka für T. Tresnak
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- Minute: A. Franze für J. Frankiewicz
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- Minute: L. Kahlich für A. Cerwinka (Muskelfaserriss)
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- Minute: T. Hauser für K. Netusil
Aufstellung VfB Zittau:
Teuber – Lemberg, F. Netusil, Vollrath, H. Kunath – Vydolob, Keller, Tresnak, Papritz – Frankiewicz, K. Netusil
Blitzführung ebnet den Weg zum Erfolg beim Aufsteiger!
Bei nasskaltem Wetter und wiederholtem Nieselregen mussten die VfB-Kicker zum Ausweichplatz nach Kreba-Neuendorf reisen, um gegen den Aufsteiger SV Kittlitz/Boxberg anzutreten. Das Spiel wurde verlegt, da in der Weinau eine Veranstaltung stattfand.
Nach dem Ausscheiden im Kreispokal am vergangenen Wochenende suchte man für das heutige Punktspiel nach der nötigen Motivation. Trainer Ladi Sorm nahm sich die Spieler zur Brust und versuchte, mit eindringlichen persönlichen Worten die richtige Spannung aufzubauen. Doch auch in diesem Punktspiel gab es wieder einige Ecken und Kanten, die eigentlich nicht sein mussten.
Die Gastgeber standen in der Abwehr recht offen. Bereits mit seiner ersten Ballberührung sorgte K. Netusil für die Führung: Nach gerade einmal 42 Sekunden stand es 0:1 für den VfB!
Doch damit nicht genug. Die Sorm-Elf hatte sich noch gar nicht richtig sortiert, da fiel bereits der Ausgleich zum 1:1. E. Teuber konnte den Ball auf dem nassen Untergrund nicht festhalten.
Es ging Schlag auf Schlag weiter: Jakub Frankiewicz nahm einen Freistoß von der linken Seite mit dem Kopf und brachte den VfB wieder in Führung. Sein schöner Kopfball fand ohne Bedrängnis den Weg ins Tor – 1:2 in der 6. Minute!
Der VfB war nun richtig in Spiellaune und hätte bereits in der 8. Minute auf 1:3 erhöhen können. Doch die Hackenablage von K. Netusil ging ins Aus. In dieser Phase spielte praktisch nur eine Mannschaft, und das war der Gast aus Zittau. Fast im Minutentakt rückten die VfB-Kicker bis an die Strafraumgrenze der Gastgeber vor.
K. Netusil setzte den mitgelaufenen Finn Papritz gut in Szene. Finn, der in der vergangenen Woche seinen 20. Geburtstag gefeiert hatte – nachträglich herzlichen Glückwunsch! –, scheiterte mit seinem Rechtsschuss jedoch am Torwart (14.). Auch Moritz Keller versuchte es, doch der Keeper konnte seinen Schuss abwehren (17.).
Das Zittauer Mittelfeld merkte allerdings, dass die Gastgeber ihre beiden Spitzen nun ordentlich unter Druck setzten. Deshalb mussten es die Mittelfeldspieler zunehmend aus der zweiten Reihe versuchen. Tobias Tresnak zog aus rund 22 Metern ab, traf aber leider nur den Pfosten. Der Ball sprang ins Aus (20.).
So hätte es zu diesem Zeitpunkt durchaus schon 5:0 oder 6:0 für den VfB stehen können. Doch das Wetter und der nasse Boden taten ihr Übriges!
In der 29. Minute stand Finn Papritz völlig frei vor dem Torwart, brachte seinen Schuss aber nicht am Keeper vorbei. Bis dahin hatte der VfB ein deutliches Chancenplus, konnte seine zahlreichen Möglichkeiten jedoch nicht nutzen.
Die Gastgeber kamen nur selten über die Mittellinie. Wenn sie es doch einmal schafften, war Elias Teuber meist zur Stelle und klärte souverän. Nur einmal musste er seine Fäuste einsetzen, um die Situation zu bereinigen (15.).
Die Zittauer versuchten weiterhin, das 1:3 noch vor der Pause zu erzielen. Doch weder Jakub Frankiewicz noch ein Solo von K. Netusil brachten den gewünschten Erfolg. Auch Vadim Vydolob, der von Frankiewicz gut in Szene gesetzt wurde, konnte seine Chance nicht nutzen. Sein Schuss ging etwas überhastet über die Latte (35., 36. und 45. Minute).
Dann war erst einmal Pause angesagt. In der geräumigen Kabine konnten sich die Spieler etwas erholen.
Vergebener Elfmeter, aber Papritz macht alles klar
Die zweite Halbzeit begann nicht ganz so schwungvoll wie die erste. In der 48. Minute hatte der VfB die große Chance, auf 1:3 zu erhöhen. Vadim Vydolob hatte einen Elfmeter herausgeholt, doch Jakub Frankiewicz setzte den Ball in die Mitte, wo der Torwart parieren konnte.
Von diesem Schock musste sich die Mannschaft erst einmal erholen. Frankiewicz versuchte es weiter, doch sein Schuss in der 54. Minute landete nur am Außennetz.
Dann kamen auch die Gastgeber zu einer guten Gelegenheit. Sie arbeiteten in der Defensive inzwischen deutlich besser und kamen nach einem freien Abschluss zu einer Chance. Doch Elias Teuber war erneut auf dem Posten und hielt stark (56.).
K. Netusil wollte seinen zweiten Treffer erzielen und versuchte es diesmal aus der Distanz. Sein Schuss aus etwa 25 Metern ging jedoch über das Tor (72.).
Kurz darauf fiel endlich das längst fällige 1:3 für die Gäste! Finn Papritz schaltete schneller als der Torwart und verwandelte seine Chance in der 73. Minute. Damit schien die Entscheidung gefallen.
Doch noch waren rund zehn Minuten plus Nachspielzeit zu spielen. Nachwuchsspieler Adrian Franze durfte sich ebenfalls zeigen. In der Schlussphase kam er zu zwei Kontergelegenheiten, konnte den Torwart aber nicht überwinden (87. und 89. Minute). Trotzdem war deutlich zu erkennen, dass sich hier ein vielversprechendes Talent für den Angriff entwickeln könnte.
In der 90. Minute setzte Vadym Vydolob noch einen schönen Fernschuss aus rund 25 Metern ab. Leider ging der Ball knapp am Kasten vorbei.
In der Nachspielzeit zeigte der Schiedsrichter zum zweiten Mal auf den Elfmeterpunkt. Diesmal hatte Robert Vollrath im Strafraum etwas zu beherzt gegen seinen Gegenspieler agiert. Die Gastgeber ließen Elias Teuber keine Chance und verkürzten auf 2:3 (90.+4 Minute).
Am Ende blieb es beim Auswärtssieg des VfB Zittau.
Fazit und Ausblick
Unterm Strich war es ein verdienter Sieg für unsere Mannschaft, der allerdings deutlich höher hätte ausfallen können. Die Chancenverwertung ließ an diesem Tag doch sehr zu wünschen übrig. Bei all den Möglichkeiten hätte der VfB die Partie schon viel früher entscheiden müssen.
Die nächsten Aufgaben müssen daher konsequenter angegangen werden. Mit Niesky II und dem zweiten Aufsteiger, Neusalza-Spremberg II, warten Gegner, die man spielerisch bislang noch nicht richtig einschätzen konnte. Gegen Niesky II gibt es zudem noch etwas gutzumachen. Hier muss die Mannschaft deutlich zeigen, wer Herr im Hause ist!
Also, Männer: Endlich stehen wieder Heimspiele an – und die Punkte müssen in Zittau bleiben!
Viel Glück und das nötige Selbstvertrauen für das nächste Wochenende!
Gez.: K. Dutschke


