Viertelfinale Kreispokal Oberlausitz
TSG Lawalde – VfB Zittau 6:1 (0:0)
Torfolge
1:0 (55.)
2:0 (61.)
3:0 (63.)
4:0 (70., Foulelfmeter)
4:1 Jakub Frankiewicz (76., Foulelfmeter)
5:1 (84.)
6:1 (86.)
Spielinformationen
Schiedsrichter: Sebastian Runge
Zuschauer: 176 (davon 18 VfB-Fans)
Gelbe Karte: Sarif Jalloh
Auswechslungen
-
- Minute: Filip Netusil für Adrian Franze
-
- Minute: K. Netusil für Sarif Jalloh
-
- Minute: Tobias Tresnak für Robert Vollrath
-
- Minute: Louis Kahlich für Tim-Luca Lemberg
Aufstellung VfB Zittau
Mirek Dobrichovsky
Erik Zuiev, Robert Vollrath
Finn Papritz, Ilir Asllani, Moritz Keller, Tim-Luca Lemberg
Vadym Vydolob, Adrian Franze, Sarif Jalloh
Jakub Frankiewicz
Verdientes Ausscheiden beim Angstgegner Lawalde
Es fällt dem Schreiber heute nicht leicht, die Ereignisse auf dem Fußballplatz in Lawalde in Worte zu fassen. Mit großen Hoffnungen war der VfB Zittau zum Viertelfinale des Kreispokals beim aktuellen Tabellenzweiten angereist. Am Ende stand jedoch eine deutliche 1:6-Niederlage, die das Aus im Pokal besiegelte.
Die bisherige Bilanz gegen die TSG Lawalde sprach bereits vor dem Anpfiff eine deutliche Sprache. Dennoch hofften die Blau-Gelben, dem Angstgegner diesmal Paroli bieten und den Einzug ins Halbfinale schaffen zu können.
Trainer Ladi Sorm hatte im Vorfeld zahlreiche Gespräche mit Spielern und Betreuern geführt. Allen war bewusst, wie stark die Gastgeber einzuschätzen waren. Die Marschroute war deshalb klar: die Räume eng machen, konzentriert verteidigen und in den Zweikämpfen dagegenhalten. Vor allem sollte die Mannschaft möglichst lange ohne Gegentor bleiben.
Auch die mitgereisten VfB-Fans erinnerten sich an das vorherige Pokalspiel der Lawalder in See. Dort hatte die TSG zur Pause noch mit 1:2 zurückgelegen, die Partie in der zweiten Halbzeit jedoch gedreht und sich mit einem 5:2-Erfolg für das Viertelfinale qualifiziert. Ein solches Szenario wollte der VfB unbedingt verhindern.
Ausgeglichene erste Halbzeit
Die Gastgeber hatten Anstoß und suchten von Beginn an den Weg nach vorn. Bereits in der zweiten Minute musste die Zittauer Defensive bei einem Flachschuss aufmerksam sein.
Doch auch der VfB setzte erste offensive Akzente. Jakub Frankiewicz versuchte es in der 14. Minute von der linken Seite, verfehlte das rechte Toreck jedoch knapp. Acht Minuten später zog Tim-Luca Lemberg aus der Distanz ab, seinem Schuss fehlte allerdings die nötige Durchschlagskraft.
Die Lawalder hielten in den Zweikämpfen energisch dagegen und kamen in der 23. Minute zu einem gefährlichen Distanzschuss, der noch über das Tor ging. Auf der Gegenseite prüfte Frankiewicz den gegnerischen Schlussmann mit einem Flachschuss (27.).
Auch Sarif Jalloh machte auf sich aufmerksam. Trotz Bedrängnis kam er zum Abschluss, doch der Torhüter der Gastgeber war zur Stelle. Wenig später landete ein weiterer Versuch lediglich am Außennetz.
Kurz vor der Pause bot sich Vadym Vydolob noch eine gute Gelegenheit. Nachdem er zwei Gegenspieler ausgespielt hatte, kam er in eine aussichtsreiche Schussposition, setzte den Ball jedoch über das Tor (44.). In der Schlussminute der ersten Hälfte musste auch VfB-Keeper Mirek Dobrichovsky noch einmal eingreifen.
So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen. Der VfB hatte sich bis dahin ordentlich präsentiert und durfte weiterhin auf eine Überraschung hoffen.
Nach der Pause bricht der VfB ein
Was sich nach dem Seitenwechsel abspielte, war aus Zittauer Sicht kaum zu erklären. Innerhalb weniger Minuten verlor die Mannschaft den Zugriff auf die Partie und musste mehrere Gegentreffer hinnehmen.
In der 55. Minute gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Nur sechs Minuten später erhöhten sie auf 2:0 (61.), ehe bereits zwei Minuten danach das 3:0 fiel (63.).
Damit war die Begegnung praktisch entschieden. Der VfB fand keine Antwort auf die Angriffswucht der Lawalder und bekam die Defensive nicht mehr stabilisiert.
In der 70. Minute zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Die Gastgeber nutzten die Gelegenheit und erhöhten auf 4:0.
Zwar keimte beim VfB noch einmal kurz Hoffnung auf, als Jakub Frankiewicz in der 76. Minute einen Foulelfmeter zum 4:1 verwandelte. Doch eine echte Aufholjagd blieb aus.
Stattdessen schlugen die Lawalder in der Schlussphase erneut zu: In der 84. Minute fiel das 5:1, ehe zwei Minuten später der Treffer zum 6:1-Endstand folgte.
Innerhalb von nur 31 Minuten hatten die Gastgeber sechs Tore erzielt und dem VfB damit eine schmerzhafte Niederlage zugefügt.
Jetzt gilt es, den Blick nach vorn zu richten
Nach einer über weite Strecken ordentlichen ersten Halbzeit folgte ein zweiter Durchgang, in dem beim VfB kaum noch etwas zusammenlief. Die Mannschaft verlor zunehmend die Ordnung und konnte dem Druck der Gastgeber nichts mehr entgegensetzen.
Das deutliche Ergebnis ist eine große Enttäuschung für Spieler, Trainerteam und mitgereiste Fans. Dennoch muss die Mannschaft die Niederlage schnell aufarbeiten und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Im Fußball gehören Rückschläge dazu – entscheidend ist, wie man darauf reagiert.
Bereits am kommenden Sonntag wartet die nächste Aufgabe: Der VfB gastiert beim Aufsteiger SV Klitten/Boxberg. Dort trifft die Mannschaft mit Eric Henning auf einen alten Bekannten, der früher in Rietschen als Torschützenkönig auf sich aufmerksam gemacht hat.
Anstoß in Klitten ist um 14:00 Uhr.
Jungs, hakt das Pokal-Aus ab und richtet den Blick nach vorn! Zeigt am Sonntag eine Reaktion und kämpft gemeinsam um die nächsten Punkte. Viel Glück und Erfolg!
gez.: K. Dutschke


