Bitteres Remis in der Weinau – VfB wird in letzter Sekunde um den Sieg gebracht

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Bitteres Remis in der Weinau – VfB wird in letzter Sekunde um den Sieg gebracht

Fan-Club-Bericht vom Spiel am 12. September 2026 um 14:00 Uhr in der Weinau

VfB Zittau – SV Neueibau 1:1 (1:0)

Torfolge:

  • 1:0 Moritz Keller (26.)
  • 1:1 (90.+4)

Schiedsrichter: Viktor Tzschoch
Zuschauer: 131 (davon 15 SVN-Fans)

Gelbe Karten: Ladi Sorm (Trainerbank), Tobias Tresnak

Auswechslungen:

  • 34. Minute: Jakub Frankiewicz für Robert Barannikov (verletzt)

    1. Minute: Andre Cerwinka für Ille Asllani

    1. Minute: Louis Kahlich für Erik Zuiev (verletzt)

    1. Minute: Mirko Albert für Vadym Vydolob (verletzt)

Aufstellung:
Dobrichovsky – Lemberg, Zuiev, Tresnak, Werner – Handschick, Keller – Vydolob, Asllani, Papritz – Barannikov

Kein gerechtes Remis im Weinau-Parkstadion!

Was für ein bitterer Nachmittag in der Weinau! In diesem Oberlausitz-Derby hätte es am Ende eigentlich einen Sieger geben müssen – und der hätte aus unserer Sicht VfB Zittau heißen müssen.

Vor der Partie stellte Trainer Ladi Sorm in der Mannschaftsbesprechung klar, worauf es an diesem Nachmittag ankommen würde: „Wir müssen heute viel Arbeit in der Abwehr leisten, um zum möglichen Erfolg zu kommen.“ Gleichzeitig forderte er viele Angriffsaktionen und die nötige Klarheit im Kopf: „Mit viel Herz und Klarheit im Kopf soll der Erfolg errungen werden!“

Kurz vor dem Anpfiff musste der Trainer allerdings noch umstellen. Robert Vollrath verletzte sich beim Aufwärmen und konnte nicht auflaufen. Für ihn rückte Tobias Tresnak in die Startelf – und machte anschließend ein sehr gutes Spiel.

Mit dem SV Neueibau war immerhin der amtierende KOL-Meister der Saison 2025/26 zu Gast. Gegen einen solchen Gegner ist zunächst Vorsicht angesagt. Doch die kurze Abtastphase war schnell vorbei.

Keller bringt den VfB verdient in Führung

Schon in der 3. Minute versuchte es Tobias Tresnak mit einer ersten Torannäherung, setzte den Ball jedoch deutlich zu hoch an.

Nur eine Minute später folgte die erste Großchance des VfB: Robert Barannikov tauchte allein vor dem Gästetor auf und versuchte, den Ball über den herauseilenden Torhüter zu heben. Doch der Neueibauer Schlussmann machte sich lang und vereitelte die Riesenchance (4.).

Die Gäste kamen anschließend ebenfalls zu ihrer ersten Möglichkeit. Ein Freistoß von der linken Seite sorgte für Gefahr, wobei VfB-Torhüter Mirek Dobrichovsky im Strafraum etwas behindert wurde und dadurch nicht an den Ball kam. Mit vereinten Kräften konnte die Zittauer Defensive die Chance des Meisters jedoch klären (13.).

Dann schlug die Stunde von Moritz Keller.

In der 26. Minute erlief sich der wieder genesene Keller auf der linken Seite den Ball, setzte sich durch und stand plötzlich vor dem Gästetorhüter. Eiskalt schob er das Leder in die kurze Ecke zum viel umjubelten 1:0 für den VfB!

Von diesem Moment an spielte eigentlich nur noch der Gastgeber.

Angetrieben von Holger Handschick und seinen Nebenleuten drängte die Mannschaft sofort auf den zweiten Treffer. Finn Papritz setzte sich auf der rechten Seite stark im Zweikampf durch, doch sein anschließender Schuss war zu hoch angesetzt (34.).

Vom amtierenden Meister war in dieser Phase kaum etwas zu sehen.

Auch Tim Luca Lemberg versuchte es mit einem Distanzschuss, den der Gästetorhüter sicher parieren konnte (43.). Der laufstarke Vadym Vydolob setzte sich ebenfalls auf der linken Seite durch, wurde jedoch vom Torhüter mit fairen Mitteln gestoppt. Hier hätte durchaus das 2:0 fallen können.

Kurz vor der Pause versuchte es Ille Asllani mit einem Drehschuss, der jedoch über das Tor ging (45.). In der Nachspielzeit hatte Vydolob noch einmal die Möglichkeit, seine Eingabe fand allerdings ebenfalls keinen Abnehmer und wurde vom Torhüter abgefangen (45.+3).

Mit einer verdienten 1:0-Führung ging es in die Pause.

VfB dominiert auch die zweite Halbzeit

Auch nach dem Seitenwechsel agierten die Zittauer noch zielstrebiger und schnürten den amtierenden Meister phasenweise tief in der eigenen Hälfte ein.

Bereits in der 50. Minute kam eine Papritz-Eingabe gefährlich vor das Tor, doch Asllani setzte den Ball über die Latte.

Vydolob ging anschließend erneut in den Strafraum, setzte sich nach einem starken Zweikampf durch, doch sein Abschluss wurde im letzten Moment geblockt (58.).

Überhaupt war die Partie von zahlreichen Nicklichkeiten geprägt, die leider auch einige Verletzungen zur Folge hatten. Robert Barannikov, Vadym Vydolob und Erik Zuiev mussten im Laufe der Partie angeschlagen beziehungsweise verletzt ausgewechselt werden.

Werdet schnell wieder gesund, Jungs!

Der VfB blieb weiterhin die aktivere Mannschaft. Ille Asllani bediente Vydolob, dessen Direktabnahme nur knapp am Gehäuse vorbeiging (62.).

Dann kam Jakub Frankiewicz zu seiner ersten Möglichkeit, doch sein Schuss war zu unplatziert (65.).

Auch Mirko Albert, der unbedingt noch einmal in der ersten Männermannschaft auflaufen wollte, bekam seine Chance. Sein Freistoß wurde allerdings sicher vom Gästetorhüter heruntergepflückt.

Die Gäste meldeten sich nach langer Zeit ebenfalls wieder zu Wort. Nach zwei gewonnenen Zweikämpfen drangen sie in den Zittauer Strafraum ein, der anschließende Schuss landete jedoch nur am Außennetz (76.).

Der VfB ließ sich davon nicht beeindrucken und suchte weiter den besser postierten Mitspieler. Mirko Albert setzte zu einem Solo an, doch am Ende fehlte die Kraft für den erfolgreichen Abschluss (87.).

In der 89. Minute bot sich dann die letzte große Möglichkeit für die Gastgeber: Moritz Keller legte auf Finn Papritz ab, doch dessen Schuss war zu kraftlos und landete deutlich über dem Tor.

Bitterer Ausgleich in der Nachspielzeit

Dann begann die bereits sechste Minute der Nachspielzeit.

Die 93. Minute – eine Minute, die wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Eine scheinbar harmlose Flanke segelte in den Zittauer Strafraum. VfB-Schlussmann Mirek Dobrichovsky kam mit einer Hand an den Ball, konnte ihn aber nicht mehr entscheidend abwehren. Das Leder nahm seinen Weg ins Tor.

1:1.

Unglaublich bitter!

Mirek Dobrichovsky war nach diesem Gegentreffer völlig niedergeschlagen. Viele Tränen flossen beim Zittauer Schlussmann, und es war schwer, ihn wieder aufzurichten.

Kopf hoch, Mirek! Es ist „nur“ ein Fußballspiel.

Doch für diesen Moment tat es einfach weh.

Fazit

Der VfB Zittau zeigte über weite Strecken eine absolut geschlossene und starke Mannschaftsleistung und war insbesondere in der zweiten Halbzeit die deutlich bessere Mannschaft.

Leider belohnte sich das Team nicht mit dem verdienten Sieg. Ein unglücklicher Gegentreffer in der Nachspielzeit sorgte dafür, dass am Ende nur ein Punkt blieb.

Auch unser Edelfan hatte nach diesem bitteren Ende Tränen in den Augen.

Doch der Blick geht nach vorne.

Am kommenden Wochenende wartet mit dem FSV Kemnitz die nächste schwierige Auswärtsaufgabe. Die Kemnitzer mussten sich am vergangenen Spieltag bei den Seer Wölfen deutlich mit 0:4 geschlagen geben.

Also, Männer:

Kopf hoch! Auf geht’s nach Kemnitz – wir sind bei euch!

gez. K. Dutschke