TSG Hainewalde – VfB Zittau 2:3 (1:1)
Tore
1:0 (27.)
1:1 Holger Handschick (35., Foulelfmeter)
1:2 Vadym Vydolob (51.)
1:3 Jakub Frankiewicz (60.)
2:3 (72.)
Spielinformationen
Schiedsrichter: Thomas Frieser (Bertsdorf)
Zuschauer: 97 (davon 25 VfB-Fans)
Gelbe Karte: Moritz Keller
Auswechslungen
- Minute: Hermann Kunath für Tobias Tresnak
- Minute: Matej Werner für Erik Zuiev
- Minute: Krystof Netusil für Sarif Jalloh
- Minute: Moritz Keller für Finn Papritz
Aufstellung VfB Zittau
Weber – Lemberg, Vollrath, Zuiev – Cerwinka, Tresnak – Jalloh, Papritz, Vydolob – Handschick, Frankiewicz
Favorit setzt sich nach hartem Kampf durch
In der 1. Hauptrunde des Kreispokals musste der VfB Zittau bei der TSG Hainewalde antreten. Die kurze Anreise täuschte jedoch nicht darüber hinweg, dass eine schwierige Aufgabe auf die Mannschaft von Trainer Ladislav Sorm wartete. Der Kreisligist zeigte von Beginn an, dass er die Rolle des Außenseiters annehmen und für eine Pokalüberraschung sorgen wollte.
Mit einem 17 Spieler umfassenden Kader reiste der VfB nach Hainewalde. Die Vorgabe war klar: Frühzeitig die Kontrolle übernehmen und mit einer Führung für Ruhe sorgen. Doch die Gastgeber machten dem Favoriten das Leben schwer.
Hainewalde hält stark dagegen
Von Beginn an setzte die TSG die Gäste mit aggressivem Pressing unter Druck. Die Hausherren störten den Spielaufbau früh und ließen den VfB kaum zur Entfaltung kommen. Zwar hatten die Zittauer mehr Ballbesitz, echte Torchancen blieben zunächst jedoch Mangelware.
Die erste Möglichkeit hatte Andre Cerwinka mit einem Distanzschuss aus rund 22 Metern, den der Hainewalder Schlussmann sicher entschärfte (7.).
Auf der anderen Seite zeigte sich die TSG mutig und kam immer wieder zu gefährlichen Vorstößen. In der 27. Minute wurden die Bemühungen schließlich belohnt: Nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung.
Handschick gleicht vom Punkt aus
Der Rückstand wirkte wie ein Weckruf für den VfB. Nur wenige Minuten später kam Tobias Tresnak zu einer guten Gelegenheit, scheiterte jedoch am Torhüter (28.).
In der 35. Minute zeigte Schiedsrichter Thomas Frieser nach einem Foulspiel auf den Elfmeterpunkt. Holger Handschick übernahm die Verantwortung und verwandelte souverän zum 1:1-Ausgleich.
Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause, wobei die Gastgeber kurz vor dem Seitenwechsel mit einem Lattentreffer noch einmal aufhorchen ließen.
Vydolob und Frankiewicz drehen die Partie
Nach dem Wiederanpfiff erhöhte der VfB den Druck deutlich. Die Mannschaft wirkte entschlossener und belohnte sich in der 51. Minute mit der Führung. Vadym Vydolob zog von außen nach innen und schloss entschlossen ab – der Ball schlug zum 1:2 im Netz ein.
Die TSG gab sich jedoch nicht geschlagen und blieb durch ihre Offensivaktionen stets gefährlich. Besonders Franz Conrad sorgte immer wieder für Unruhe in der Zittauer Defensive.
In der 60. Minute folgte schließlich das wichtige 1:3: Hermann Kunath setzte sich stark durch und bediente Jakub Frankiewicz, der sicher vollendete.
Gastgeber kämpft bis zum Schluss
Wer nun mit einer Vorentscheidung gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Hainewalde kämpfte weiter leidenschaftlich und verkürzte nach einem Eckball auf 2:3 (72.).
In der Schlussphase entwickelte sich eine offene Partie. Die Gastgeber warfen noch einmal alles nach vorn, während der VfB mehrere Möglichkeiten zur endgültigen Entscheidung ungenutzt ließ. Chancen in den Minuten 74, 75, 77, 83, 87 und 90+2 hätten das Ergebnis deutlicher gestalten können.
So blieb es bis zum Abpfiff spannend, ehe der VfB den knappen Vorsprung über die Zeit brachte.
Respekt für die Leistung des Außenseiters
Am Ende steht der Einzug in die nächste Pokalrunde, doch die TSG Hainewalde verdiente sich großen Respekt. Der Kreisligist bot dem höherklassigen Gegner über weite Strecken Paroli und verlangte dem VfB alles ab.
Für die Zittauer zählt letztlich das Weiterkommen – verbunden mit der Erkenntnis, dass in Pokalspielen jeder Gegner ernst genommen werden muss.
Ausblick
Nach dem erfolgreichen Pokalauftritt wartet nun die erste große Herausforderung in der Kreisoberliga. Bereits am kommenden Sonntag gastiert der VfB bei den Seer Wölfen. Anstoß ist bereits um 10:30 Uhr.
Dort wird die Mannschaft zeigen müssen, ob sie für die anstehenden Aufgaben in der Liga gerüstet ist.
Glückwunsch zum Einzug in die nächste Runde und viel Erfolg für den Ligastart!
Gez. K. Dutschke


