Saisonfazit 2025/26 – Kreisoberliga Oberlausitz
Eine Saison mit Höhen, Tiefen und vielen positiven Ansätzen
Mit gemischten Gefühlen fällt der Blick auf das vergangene Fußballjahr in der Kreisoberliga Oberlausitz aus. Zu Saisonbeginn waren die Ziele beim VfB Zittau groß. Der Verein wollte den nächsten Schritt machen und möglichst lange um die vorderen Tabellenplätze mitspielen.
Mit Robert Simon konnte zudem ein echtes Urgestein des Zittauer Fußballs als Cheftrainer gewonnen werden. Nicht nur die Fans, sondern auch viele ehrenamtlich Verantwortliche im VfB hofften darauf, mit ihm den nächsten Schritt nach oben zu schaffen. Die Voraussetzungen schienen zunächst vielversprechend – nun musste die Mannschaft die ambitionierten Pläne nur noch auf dem Platz umsetzen.
Hohe Trainingsbeteiligung als gute Grundlage
Die Trainingsbeteiligung war über weite Strecken hervorragend. Teilweise tummelten sich mehr als 20 Spieler auf dem Trainingsplatz. Für den neuen Cheftrainer Robert Simon war das natürlich eine erfreuliche Situation.
Seine neuen Trainingsmethoden und die höhere Intensität waren für einige Spieler allerdings zunächst ungewohnt und teilweise auch sehr anstrengend. Doch wer sich weiterentwickeln und höhere Ziele erreichen möchte, muss bereit sein, diesen Weg mitzugehen.
Im Laufe der Saison lichtete sich der Kader dennoch etwas. Einige Spieler blieben auf der Strecke, während der verbleibende Teil der Mannschaft weiter mit großem Einsatz trainierte. Meist standen zwischen 15 und 18 Spieler zur Verfügung – eine ordentliche Grundlage, die jedoch insbesondere in der Rückrunde nicht immer ausreichte.
Erste Halbserie hui, zweite Halbserie mit Höhen und Tiefen
Die Simon-Elf zeigte insbesondere in der ersten Halbserie über weite Strecken ansprechenden Fußball und konnte sich im oberen Tabellenbereich festsetzen.
In der zweiten Hälfte der Saison wurde es allerdings schwieriger. Vieles wirkte zunehmend wie Stückwerk. Vor allem auswärts musste Trainer Robert Simon teilweise mit einem absoluten Minimalaufgebot auskommen. Dass sich diese personelle Situation auch auf die Ergebnisse auswirkte, war kaum zu vermeiden.
Am Ende steht dennoch eine Saison, auf die man mit Stolz zurückblicken kann. Der VfB behauptete sich in der Spitzengruppe und konnte zahlreiche starke Auftritte abliefern.
Die Einsatzstatistik
Insgesamt kamen im Spieljahr 2025/26 32 Spieler für den VfB Zittau in der Kreisoberliga zum Einsatz.
- Robert Vollrath und Sarif Jalloh – jeweils 25 Einsätze
- Finn Papritz – 23 Einsätze
- Louis Kahlich – 22 Einsätze
- Tobias Tresnak und Robert Barannikov – jeweils 21 Einsätze
- Holger Handschick und Tim Luca Lemberg – jeweils 19 Einsätze
- Filip Netusil – 18 Einsätze
- Erik Zuiev und Jakub Frankiewicz – jeweils 17 Einsätze
- Samuel Asante-Boye – 16 Einsätze
- Patrik Maretschek und David Thömmes – jeweils 14 Einsätze
- Elias Teuber und Mirek Dobrichovsky – jeweils 13 Einsätze
- Moritz Keller – 12 Einsätze
- Enrico Neumann – 11 Einsätze
- Mirko Albert und Thomas Hauser – jeweils 8 Einsätze
- Martin Wolf – 7 Einsätze
- Martin Halgas – 6 Einsätze
- Vadym Vydolob, Lawand S. Ali und Dario Weber – jeweils 3 Einsätze
- Florian Christof – 2 Einsätze
- Marcel Müller, Christian Bobsin, Hermann Kunath und Oliver Richter – jeweils 1 Einsatz
Insgesamt nahm der VfB im vergangenen Spieljahr 78 Auswechslungen vor.
Fairplay: VfB landet auf Platz zwei
Besonders erfreulich ist der Blick auf die Fairplay-Wertung. Mit lediglich 39 Gelben Karten und einer Roten Karte belegte der VfB Zittau am Ende den zweiten Platz.
Damit erfüllte die Mannschaft die Vorgaben des Trainerteams in dieser Hinsicht hervorragend. Glückwunsch an die gesamte Mannschaft!
Die Kartenstatistik im Überblick:
- 1 Rote Karte: Erik Zuiev (grobes Foulspiel)
- 6 Gelbe Karten: Holger Handschick, davon eine Sperre nach der fünften Gelben Karte
- 5 Gelbe Karten: Tobias Tresnak, davon eine Sperre nach der fünften Gelben Karte
- 3 Gelbe Karten: Erik Zuiev, Robert Barannikov, Robert Vollrath
- 2 Gelbe Karten: Martin Halgas, Mirek Dobrichovsky, Filip Netusil, Luis Kahlich, Sarif Jalloh, Samuel Asante-Boye, Mirko Albert
- 1 Gelbe Karte: Tim Luca Lemberg, Patrik Maretschek, Lawand S. Ali, Enrico Neumann, Jakub Frankiewicz
In insgesamt sechs Spielen blieb der VfB sogar komplett ohne Karte.
Hoffen wir, dass die Mannschaft diese positive Entwicklung in der neuen Saison fortsetzen kann – vielleicht sogar mit noch weniger Verwarnungen.
Zuschauerzahlen deutlich gestiegen
Eine weitere überaus erfreuliche Entwicklung war das gestiegene Zuschauerinteresse.
Vor allem das Stadtderby gegen Lok Zittau sorgte für eine beeindruckende Kulisse. Rund 700 Zuschauer wollten das Duell in Zittau verfolgen. Auch beim Auswärtsspiel auf dem Kummersberg waren mehr als 280 VfB-Fans vor Ort und unterstützten ihre Mannschaft lautstark.
Insgesamt konnten bei den Heimspielen des VfB sage und schreibe 2.102 Zuschauer begrüßt werden.
Auch auswärts waren die VfB-Fans zahlreich vertreten. Insgesamt begleiteten 1.450 Anhänger die Mannschaft zu ihren Auswärtsspielen – eine beeindruckende Zahl, die es in dieser Form seit Jahren nicht mehr gegeben hat.
Besonders viele Fans reisten nach Friedersdorf. Dort wurden sie mit einem echten Fußballfest belohnt: Der VfB setzte sich eindrucksvoll mit 6:0 durch.
Weiter so, Jungs! Wenn Mannschaft und Fans weiterhin so zusammenhalten, dürfte die Zahl der Zuschauer in der kommenden Saison noch weiter steigen.
Vom Punkt: Vier Elfmeter, drei Treffer
Bei den Elfmetern gab es in der vergangenen Saison insgesamt vier erwähnenswerte Situationen.
Zwei Strafstöße konnte der VfB selbst verwandeln:
- Finn Papritz in Friedersdorf
- Holger Handschick in Kemnitz
Auf der anderen Seite konnte VfB-Torhüter Elias Teuber einen Elfmeter gegen Weißwasser parieren. Auch gegen Lawalde blieb ein Strafstoß für die Gastgeber ohne Torerfolg.
VfB in Torlaune
Auch die Torstatistik kann sich sehen lassen. Insgesamt erzielte der VfB 63 Tore und kassierte 27 Gegentreffer. Damit stellte Zittau eine der besten Defensiven der Liga.
Zweimal endete eine Partie mit einem torlosen 0:0.
Die VfB-Torschützen
1. Robert Barannikov – 15 Tore
Unser Torschützenkönig der Saison! Robert zeigte sich regelmäßig treffsicher und setzte sich an die Spitze der internen Torjägerliste.
2. Jakub Frankiewicz – 14 Tore
Nur ein Treffer fehlte zum Spitzenplatz. Gemeinsam mit Barannikov bildete er ein äußerst gefährliches Sturmduo.
3. Finn Papritz – 7 Tore
Der junge Angreifer aus der A-Jugend schaffte den Sprung in den Männerbereich und setzte mit sieben Treffern ein starkes Ausrufezeichen.
4. Enrico Neumann – 6 Tore
Auch der erfahrene Routinier trug sich sechsmal in die Torschützenliste ein.
5. Holger Handschick – 4 Tore
6. Jeweils 3 Tore: David Thömmes, Martin Halgas und Tobias Tresnak
7. Jeweils 2 Tore: Sarif Jalloh
8. Jeweils 1 Tor: Filip Netusil, Samuel Asante-Boye, Christian Bobsin, Mirko Albert, Robert Vollrath und Tim Luca Lemberg
Damit war die Torproduktion auf zahlreiche Schultern verteilt – ein gutes Zeichen für die Mannschaft.
Danke für die Saison!
Mit dieser Statistik soll das Fußballjahr 2025/26 nun endgültig zu Ende gehen.
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim VfB-Vorstand für die gute Zusammenarbeit bedanken. Ein ganz besonderer Dank gilt meinem Freund und Mitarbeiter Dario Weber. Ohne seine Unterstützung wären die zahlreichen Berichte im Internet in dieser Form nicht möglich gewesen.
Jetzt heißt es: Sommerpause!
Ich wünsche allen Spielern, Fans, Trainern und VfB-Funktionären einen schönen und erholsamen Saisonabschluss.
Am 21. Juli um 18:00 Uhr steht in der Weinau der Trainingsauftakt für die neue Saison an. Alle VfB-Fans sind herzlich willkommen!
Bis dahin wünsche ich allen eine schöne Sommerzeit.
Auf eine erfolgreiche Saison 2026/27!
FORZA VfB!
gez. Karsten Dutschke

