Die Aufstellung verriet etwas Neues: Der junge A-Jugend-Torwart Elias Teuber stand zum ersten Mal bei einem Punktspiel für den VfB Zittau im Tor. 18 Jahre alt – und gleich so ein großes Vertrauen vom Cheftrainer Robert Simon. Am Ende hieß es: „Zu Null gespielt!“ Weiter so, Elias – so passt du gut ins große Mannschaftsgefüge!
Es war, um es vorwegzunehmen, eine einseitige Angelegenheit. Der VfB war im gesamten Spiel das spielbestimmende Team (89,9 % Ballbesitz).
Es ging schon in der 6. Minute los, als sich Teuber das erste Mal zeigte und klären konnte.
David Thömmes, angestachelt von seinen letzten beiden Torerfolgen, versuchte es erneut mit dem Trick wie gegen Lok auf dem Kummersberg. Doch diesmal ahnte der Gästetorwart die Ecke und klärte den Ball (12.).
Die Gäste agierten sehr verhalten, und ein schwacher Schuss konnte von Teuber problemlos aufgenommen werden (13.). Eine Flanke von Vollrath auf Barannikov führte zu einer guten Chance, doch dessen Schuss ging am langen Pfosten vorbei. Eine Ecke von Papritz, direkt aufs Tor gezogen, klärte der Gästetorwart im Nachfassen (17.). Ein Zuspiel von Papritz auf Thömmes brachte die nächste Möglichkeit – doch der Torwart war schneller und klärte (19.).
Zwei Verlegenheitsschüsse der Gäste stellten für Elias Teuber ebenfalls kein Problem dar – beide Male war er zur Stelle (28.). Dann versuchte es Abwehrspieler Luis Kahlich mit links, doch sein Schuss ging neben das Tor der Gäste (33.).
Von Martin Halgas war bis dahin wenig zu sehen. In der 34. Minute probierte er es, doch sein Schuss ging deutlich am Tor vorbei. Kurz darauf suchten die Gäste doch einmal das Zittauer Tor – den Kopfball parierte Teuber jedoch sicher mit einer Hand (38.). Auch die zweite Chance des KOL-Meisters aus dem Vorjahr vereitelte der junge Keeper souverän (41.). Noch vor der Pause hatte Tim Lemberg eine Möglichkeit, doch sein Distanzschuss ging daneben (43.). Danach war Halbzeit – und das Publikum fragte sich, wann der LSV konditionelle Probleme bekommen würde. Lange konnte die Dominanz des Gastgebers nicht ohne Folgen bleiben.
Nach dem Seitenwechsel musste endlich etwas passieren – doch zunächst wurde es ruhiger. Die Gäste schnappten nach Luft, während den Zittauern langsam die Zeit davonlief. Ein weiterer Versuch von Robert Barannikov wurde im letzten Moment geblockt. David Thömmes probierte es aus gut 30 Metern mit viel Gefühl, doch auch hier war der Gästetorwart zur Stelle (53., 58.).
Die Gäste kamen kaum zu Aktionen. Ein einziger Freistoß in der 51. Minute brachte keine Gefahr – Teuber hatte den Ball sicher unter Kontrolle.
Die letzten zehn Minuten brachen an: Robert Vollrath versuchte es ein zweites Mal mit einer Ecke direkt aufs Tor, doch der Ball ging am Tordreieck vorbei ins Aus (81.). Dann kam die 86. Minute: Es gab einen indirekten Freistoß, den die Gäste mit einer Mauer blockierten. Finn Papritz schoss den Ball an einen LSV-Spieler, der Abpraller landete bei Vollrath, der das Leder mit einem strammen Schuss ins Tor setzte – 1:0! Einige Gästespieler sanken danach fast entkräftet zu Boden. Doch es war noch nicht Schluss: Der Schiedsrichter zeigte sechs Minuten Nachspielzeit an. Der VfB kämpfte weiter – Barannikov zog noch einmal aufs Tor, doch der starke Gästetorwart war mit den Füßen am Ball und klärte (89.).
In der Nachspielzeit hatte der Meister dann die wohl dickste Chance des Spiels – doch auch da blieb VfB-Keeper Elias Teuber sicher und parierte den schwachen Abschluss (90.+4).
Am Ende stand ein wichtiger Sieg für das Selbstvertrauen und die VfB-Elf. Damit ist der Gastgeber mit 11 Punkten auf Platz 3, gemeinsam mit Neueibau und der zweiten Mannschaft von Niesky.
Nun folgt eine zweiwöchige Pause, in der man sich auf das Spiel am 18.10.2025 in Holtendorf vorbereiten kann. Dieser Gegner hat bislang nur einen Punkt geholt und liegt auf dem vorletzten Platz der KOL.
Wir wünschen unseren Männern eine gute Trainingszeit – und am 18.10. sehen wir uns alle wieder!
Gez.: K. Dutschke


