VfB Zittau – VfB Weißwasser 1909 0:1 (0:1)
Tor:
0:1 Nino Lukschanderl (28.)
Schiedsrichter: Steffen Ott (Löbau)
Zuschauer: 130
Gelbe Karten: Samuel Asante-Boye, Robert Vollrath
Auswechslungen:
10. Minute: Oliver Richter für Filip Netusil
55. Minute: Lawand Sarwar-Ali für Enrico Neumann
80. Minute: Martin Wolf für Patrik Maretschek
86. Minute: Mirko Albert für Sarif Jalloh
Aufstellung VfB Zittau:
Teuber – Lemberg, Keller, Vollrath, Netusil, Maretschek – Asante-Boye, Papritz, Jalloh – Barannikov, Neumann
Starke Leistung bleibt unbelohnt
Im Rahmen des ersten großen Vereinsfestes stand in der Weinau das Spitzenspiel der Kreisoberliga zwischen dem VfB Zittau und Tabellenführer VfB Weißwasser 1909 auf dem Programm. Da Cheftrainer Robert Simon aus privaten Gründen verhindert war, übernahm Co-Trainer Ladislav Sorm die Ansprache vor dem Spiel.
Seine Botschaft war klar:
„Heute habt ihr nichts zu verlieren. Spielt mit Freude am Ball, zeigt Herz, Emotionen und setzt unsere taktischen Vorgaben konsequent um.“
Besonders erfreulich war die Rückkehr von Moritz Keller. Nach langer Verletzungspause und einer schweren Operation stand er erstmals wieder auf dem Platz und feierte ein gelungenes Comeback im blau-gelben Trikot.
Zittauer VfB mit starkem Beginn
Obwohl der Tabellenführer als Favorit angereist war, entwickelte sich von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel. Der VfB zeigte eine konzentrierte Defensivleistung und setzte immer wieder offensive Akzente.
Bereits in der 9. Minute musste die Mannschaft jedoch den ersten Rückschlag verkraften: Filip Netusil verletzte sich am Knie und wurde durch Oliver Richter ersetzt.
Die erste große Chance gehörte den Gastgebern. Nach einer Hereingabe von Sarif Jalloh verpasste Enrico Neumann nur knapp die Führung (12.). Wenig später sorgte eine kurz ausgeführte Ecke für Gefahr, doch Samuel Asante-Boye setzte seinen Kopfball über das Tor (19.).
Auch Oliver Richter hatte die Führung auf dem Fuß. Sein wuchtiger Schuss aus halblinker Position strich nur knapp am langen Pfosten vorbei (22.).
Die 130 Zuschauer sahen einen mutig auftretenden VfB, der den Tabellenführer immer wieder vor Probleme stellte.
Effiziente Gäste gehen in Führung
Von Weißwasser war offensiv zunächst wenig zu sehen. Die erste Annäherung an das Zittauer Tor blieb harmlos, doch wenig später schlugen die Gäste eiskalt zu. Nach einem Angriff über die Außenbahn konnte Nino Lukschanderl zum 0:1 vollenden (28.).
Der Rückstand änderte jedoch nichts am engagierten Auftritt der Hausherren. Finn Papritz verzog nach Zuspiel von Neumann aus rund 25 Metern (32.), ehe Asante-Boye nach einer weiteren Ecke nur knapp über die Latte köpfte (35.).
Teuber pariert Strafstoß
Kurz vor der Pause rückte Elias Teuber in den Mittelpunkt. Nachdem Samuel Asante-Boye im Strafraum zu spät gekommen war, entschied Schiedsrichter Steffen Ott auf Strafstoß für Weißwasser (39.).
Den fälligen Elfmeter von Alex Buder parierte Teuber jedoch glänzend und bewahrte seine Mannschaft vor einem höheren Rückstand. Mit einer starken Reaktion hielt er den VfB im Spiel und sorgte für den lautstärksten Jubel des Tages auf Zittauer Seite.
Chancen zum Ausgleich bleiben ungenutzt
Nach dem Seitenwechsel übernahm der VfB zunehmend die Kontrolle und drängte auf den Ausgleich. Vor allem Robert Barannikov hatte mehrfach den Treffer auf dem Fuß. Mit seinen dynamischen Läufen stellte er die Gästeabwehr immer wieder vor Probleme, blieb im Abschluss jedoch glücklos.
Auch Sarif Jalloh überzeugte mit mehreren guten Vorlagen und bereitete zahlreiche gefährliche Situationen vor. Der erlösende Treffer wollte jedoch nicht fallen.
Weißwasser beschränkte sich weitgehend auf Konter und kam nur noch vereinzelt zu Abschlüssen. Die VfB-Defensive stand sicher und ließ kaum klare Torchancen zu.
In der Schlussphase hatte Tim-Luca Lemberg nach Vorarbeit von Oliver Richter noch eine gute Gelegenheit, doch der Gästetorhüter konnte den Flachschuss sicher aufnehmen (89.).
Niederlage trotz überzeugender Vorstellung
Mit dem Schlusspfiff stand eine knappe 0:1-Niederlage, die sich aus Sicht des VfB äußerst unglücklich anfühlte. Über weite Strecken war die Mannschaft mindestens ebenbürtig und erspielte sich die besseren Möglichkeiten.
Letztlich zeigte sich jedoch einmal mehr eine alte Fußballweisheit: Wer seine Chancen nicht nutzt, wird häufig bestraft.
Trotz der Niederlage kann die Mannschaft auf ihre Leistung stolz sein. Gegen den bereits feststehenden Meister präsentierte sich der VfB kämpferisch, spielerisch und taktisch auf Augenhöhe und hätte durchaus einen Punktgewinn verdient gehabt.
Ausblick
Zum Saisonabschluss steht nun noch das schwere Auswärtsspiel bei der TSG Lawalde auf dem Programm. Dort hängen die Trauben traditionell hoch, doch mit einer Leistung wie gegen Weißwasser ist auch dort ein Erfolgserlebnis möglich.
Auf geht’s, Männer – zum letzten Auswärtsspiel der Saison!
Gez.: K. Dutschke


