Auswärtssieg in Kemnitz: VfB beendet Vierjahres-Serie
FSV Kemnitz – VfB Zittau 0:1 (0:0)
Tor des Tages
0:1 Moritz Keller (69.)
Spielinformationen
Schiedsrichter: Erik Kaplan
Zuschauer: 99 (davon 8 VfB-Fans)
Gelbe Karte: K. Netusil
Auswechslung
-
- Minute: Tim-Luca Lemberg für K. Netusil
Aufstellung VfB Zittau
Dobrichovsky
Handschick, Zuiev
Lemberg, Werner
Cerwinka, Asllani, Tresnak
Vydolob, Keller, Papritz
Nach vier Jahren endlich wieder ein Auswärtssieg in Kemnitz
Bei strömendem Nieselregen waren die Bedingungen alles andere als angenehm. Entsprechend stellte Trainer Ladi Sorm seine Mannschaft auf einen kampfbetonten Auftritt ein:
„Heute könnt ihr den Fluch der vergangenen vier Jahre in Kemnitz beenden. Setzt den Gegner früh unter Druck, zwingt ihn zu Fehlern und nutzt eure Chancen konsequent. Viel Erfolg, Männer!“
Verzichten musste der VfB auf die verletzten Robert Vollrath, Robert Barannikov, Hermann Kunath und Samuel Jalloh sowie auf den entschuldigt fehlenden Jakub Frankiewicz. Dennoch zeigte die Mannschaft von Beginn an eine konzentrierte und engagierte Leistung.
VfB bestimmt das Spiel
Die Gäste aus Zittau übernahmen früh die Kontrolle und ließen den Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen. Bereits in der 4. Minute setzte Tim-Luca Lemberg mit einem Distanzschuss das erste offensive Zeichen, doch der Kemnitzer Schlussmann war zur Stelle.
Die Gastgeber fanden nur selten den Weg vor das Zittauer Tor. Die wenigen Abschlüsse wurden entweder ungenau ausgeführt oder von einem erneut stark aufgelegten Mirek Dobrichovsky entschärft. Besonders in der 28. Minute zeigte der VfB-Keeper seine Klasse, als er einen gefährlichen Schuss mit beiden Fäusten abwehrte.
Auf der anderen Seite erspielte sich der VfB die besseren Möglichkeiten. Finn Papritz scheiterte nach Vorlagen von Marcel Werner (19.) und Tobias Tresnak (24.), während ein weiterer Fernschuss von Lemberg vom Torhüter im Nachfassen gehalten wurde (30.). Kurz vor der Pause verfehlte auch Vadym Vydolob das Ziel knapp (45.).
So ging es trotz klarer Feldvorteile der Gäste torlos in die Halbzeit.
Keller erlöst die Blau-Gelben
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Kemnitz hielt sich zwar häufiger in der Zittauer Hälfte auf, konnte die stabile Defensive um Holger Handschick jedoch kaum ernsthaft in Bedrängnis bringen.
Der VfB blieb die aktivere Mannschaft. Marcel Werner verfehlte mit einem Weitschuss knapp das Ziel (62.), während Finn Papritz nach schöner Kombination mit Tobias Tresnak ebenfalls nicht erfolgreich abschließen konnte (59.).
In der 69. Minute fiel schließlich die verdiente Führung: Nach einem Zuspiel von Erik Zuiev nahm Moritz Keller den Ball direkt und traf mit einem präzisen Schuss ins linke untere Eck zum 1:0. Für den Kemnitzer Torhüter gab es keine Abwehrchance.
Auch danach blieb der VfB gefährlich. Vildrim Asllani scheiterte am Torhüter (75.), und Andre Cerwinka verpasste mit zwei Abschlüssen die Vorentscheidung nur knapp (74., 79.).
In der Schlussphase kontrollierten die Gäste das Geschehen souverän und brachten den knappen, aber verdienten Vorsprung über die Zeit.
Verdienter Erfolg und wichtige Aufgaben voraus
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang dem VfB erstmals seit vier Jahren wieder ein Auswärtssieg in Kemnitz. Die Mannschaft von Ladi Sorm bewies erneut, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen bestehen kann.
Die kommenden Aufgaben haben es allerdings in sich: Bereits in der kommenden Woche steht das Viertelfinale im Kreispokal bei Gelb-Weiß Görlitz auf dem Programm. Eine Woche später folgt an gleicher Stelle das Punktspiel, nachdem beide Vereine einem Tausch des Heimrechts zugestimmt haben.
Der VfB hofft dabei erneut auf die Unterstützung seiner Anhänger.
Auf geht’s, Männer – auf in die nächste Pokalrunde!
gez.: K. Dutschke


